Überprüfung Strahlenbelastung

Überprüfung der vom Mobilfunkstandort (Mast) am Kupp ausgehenden Strahlenbelastung;

Gutachten der Fa. EM-Institut GmbH, Regensburg vom 20.08.2012 über die Nachhermessungen in Gegenüberstellung mit den Werten der Vorhermessungen

 Liebe Bürgerinnen und Bürger, 

mit Gutachten vom 20.08.2012 hat die vorbezeichnete Firma das Ergebnis der Nachhermessungen, bezogen auf die vom Mobilfunkstandort am Kupp ausgehende Strahlenbelastung, in Gegenüberstellung mit dem bereits bekannten Ergebnis der Vorhermessungen mitgeteilt.

 

An vier der fünf Messpunkte (ein Messpunkt wurde privat beauftragt) wurden größere Immissionen gegenüber der Vorhermessung ermittelt. An einem Messpunkt ergab sich eine geringere Immission.

 Derzeit ergibt sich folgende Situation: 

Messpunkt                      Grenzwertausschöpfung 09/2011   Grenzwertaussch. 07/2012

1  Am Zwiebelrain     3,61 %                                                                    3,22 %

2  Pottaschenweg      1,65 %                                                                    2,09 %

3  Schule                      2,35 %                                                                    2,44 %

4  Pfarrweg                 3,40 %                                                                    3,41 %

5  Glaserhohle            3,93 %                                                                    4,11 %

Die zusätzlichen Immissionen, verursacht durch die neuen Antennen von E-Plus erzeugen eine vergleichsweise geringe Zunahme der in Weibersbrunn bereits vorher vorhandenen Mobilfunkimmissionen.

Hierzu ergeht im Gutachten folgende Schlussfolgerung:

„Absolut gesehen, wird der Grenzwert nach 26. BImSchV an allen untersuchten Punkten sehr deutlich unterschritten. Im Rahmen der „Nachhermessung“ ergaben sich – für den Fall der Vollauslastung der verursachenden Mobilfunkanlagen – an den untersuchten Punkten (feldstärkebezogene) Grenzwertausschöpfungen zwischen 2,1 und 4, 1 Prozent der maximal zulässigen Summenimmission. 

Um die aktuell in Weibersbrunn gefundenen Immissionswerte besser einordnen zu können, wird folgender Vergleich genannt:

Im Rahmen einer Studie unter Schirmherrschaft des Bayer. Landesamtes für Umwelt wurden im Jahr 2009 insgesamt mehr als 1.850 Messpunkte ausgewertet, die im Rahmen von ähnlichen Messkampagnen, wie hier durchgeführt, vermessen wurden (12). Diese Auswertung ergab, dass bei Betrachtung von 1.249 Messpunkten, von denen aus Sicht zu einer Mobilfunksendeanlage bestand, an 50 Prozent der Messpunkte ein Immissionswert von 2,0 Prozent vom Grenzwert (bei Maximalauslastung und Vollausbau der verursachenden Sendeanlagen) nicht überschritten wird („Medianwert“).

An einem der untersuchten Punkte liegt die aktuell festgestellte Mobilfunkimmission unter, an den restlichen vier über diesem Medianwert.“ 

Aus den Ausführungen ist ersichtlich, dass es zu einer minimalen Erhöhung der Mobilfunkimmissionswerte gekommen ist.

Obwohl der gesetzliche Grenzwert sehr deutlich unterschritten wird, hat der Gemeinderat am 13.09.2012 beschlossen, dass sich die Gemeinde gegenüber dem Betreiber des Mobilfunkstandortes dafür einsetzt, damit dieser den Standort nicht mit weiteren Sendern bestückt bzw. die Leistung der vorhandenen Sender ausbaut. Ob die Gemeinde etwas erreichen kann, bleibt abzuwarten. Die Bevölkerung wird informiert, sobald die Stellungnahme des Betreibers vorliegt.

Zuzüglich zu dieser Information wird das Gutachten der Fa. EM-Institut über die Homepage der Gemeinde veröffentlicht. Außerdem kann das Gutachten während der allgemeinen Dienststunden im Rathaus eingesehen werden.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass sich die von vielen Ortsbürgern befürchtete Grenzwertüberschreitung durch die vom Mobilfunkstandort am Kupp ausgehende Strahlenbelastung nicht bestätigt hat. 

Mit freundlichen Grüßen

Rüppel, 1. Bürgermeister

Hier befindet sich das Gutachten zum Download. (pdf-Leser wird benötigt)

Zusätzliche Informationen

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