Markterkundung

Markterkundungsverfahren im Rahmen der Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Freistaat Bayern (BbR)

Der Freistaat Bayern fördert mit der Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen (Breitbandrichtlinie - BbR) vom 09.07.2014 den sukzessiven Aufbau von hochleistungsfähigen Breitbandnetzen (Netze der nächsten Generation, NGA-Netze) mit Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit/s im Download und viel höheren Upload-Geschwindigkeiten als bei Netzen der Grundversorgung in den Gebieten, in denen diese Netze noch nicht vorhanden sind.

Bevor Fördermittel eingesetzt werden können, hat die Gemeinde Weibersbrunn  gemäß Nr. 4.3 ff. BbR im Rahmen der Markterkundung Netzbetreiber zu eigenwirtschaftlichen Ausbauplänen, zur dokumentierten Ist-Versorgung und zu aktuellen Infrastrukturen, die noch nicht im Infrastrukturatlas der BNetzA eingestellt sind, zu befragen. Die Gemeinde  Weibersbrunn bittet daher, bis spätestens 25.03.2019[1]zu nachfolgenden Punkten Stellung zu nehmen:

1. Eigenwirtschaftlicher Ausbau 

Die Gemeinde  Weibersbrunn  hat im Rahmen der Markterkundung zu ermitteln, ob Investoren einen eigenwirtschaftlichen Ausbau in den kommenden drei Jahren planen und zu welchen Bandbreiten (Download, Upload) dieser führt. Soweit sich kein Netzbetreiber dazu erklärt, einen Ausbau eigenwirtschaftlich vorzunehmen, kann die Gemeinde im Anschluss an die Markterkundung ein Auswahlverfahren nach Nr. 5 BbR durchführen.

Im Rahmen der Markterkundung fordert die Gemeinde  Weibersbrunn  Investoren hiermit auf, Angaben zu machen, ob und ggf. zu welchen Bandbreiten (Download, Upload) sie einen eigenwirtschaftlichen Ausbau in den kommenden drei Jahren planen. Gleichzeitig wird gebeten, auf Einträge in der Vectoring-Liste hinzuweisen.[2]

Das Gebiet, für das ein Ausbau angekündigt wird, ist kartografisch darzustellen, und anhand des technischen Konzepts ist nachzuweisen, welche Bandbreiten im Upload und im Download für alle möglichen Endkunden in dem bezeichneten Gebiet nach dem Ausbau angeboten werden können. Im Falle eines Eintrags in die Vectoring-Liste ist die Eintragungsbestätigung der listenführenden Stelle vorzulegen. Ein Leitfaden zu Mindestanforderungen eines technischen Konzepts kann auf dem zentralen Onlineportal www.schnelles-internet.bayern.de heruntergeladen werden.

Zudem ist ein verbindlicher und detaillierter Projekt- und Zeitplan für den geplanten Netzausbau vorzulegen. Dieser hat Projektmeilensteine für Zeiträume von sechs Monaten zu enthalten und ist der Gemeinde  Weibersbrunn  bis spätestens 25.03.2019zu übersenden. Die von Investoren geplanten Vorhaben müssen so angelegt sein, dass die Investitionen innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten anlaufen und innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren wesentliche Teile des betreffenden Gebiets erschlossen und einem wesentlichen Teil der Endkunden Anschlüsse ermöglicht werden. Der Abschluss der geplanten Investitionen ist anschließend innerhalb einer angemessenen Frist vorzusehen. Kommt der Investor seinen selbst gesetzten Meilensteinen nicht nach und hat die Gemeinde einmal erfolglos eine Nachfrist gesetzt, kann sie zum Verfahren zur Auswahl des Netzbetreibers gemäß Nr. 5 BbR übergehen.

2. Analyse der Ist-Versorgung im vorläufigen Erschließungsgebiet

Zur Ermittlung der für einen geförderten Ausbau in Betracht kommenden „weißen NGA-Flecken“ [3] im Gemeindegebiet hat die Gemeinde die Versorgung mit Breitbanddiensten im Download und im Upload anhand öffentlich zugänglicher Quellen ermittelt. Die Ist-Versorgung für ein vorläufig definiertes Erschließungsgebiet ist in einer Karte dokumentiert und auf der Internetseite der Gemeinde (mit Verlinkung auf dem zentralen Onlineportal www.schnelles-internet.bayern.de) veröffentlicht (www.weibersbrunn.de). Ein Leitfaden zur Darstellung der Ist-Versorgung kann auf dem zentralen Onlineportal heruntergeladen werden. 

Die Gemeinde  Weibersbrunn  fordert die Netzbetreiber bzw. Infrastrukturinhaber hiermit auf, die dargestellte Ist-Versorgung zu prüfen und sich zu äußern, falls Unvollständigkeiten oder Fehler enthalten sind. In diesem Falle hat der Netzbetreiber bzw. Infrastrukturinhaber kartografisch darzustellen und anhand des technischen Konzepts nachzuweisen, welche Bandbreiten im Upload und im Download für alle Anschlussinhaber in dem bezeichneten Gebiet schon jetzt angeboten werden.

3. Meldung eigener Infrastruktur an die Bundesnetzagentur und grundsätzliche Bereitschaft zur Bereitstellung der passiven Infrastruktur

Jeder an einem möglichen späteren Auswahlverfahren teilnehmende Netzbetreiber, der über eine eigene passive Infrastruktur im vorläufigen Erschließungsgebiet verfügt, muss mit Angebotsabgabe bestätigen, dass er die Daten zu dieser Infrastruktur der Bundesnetzagentur zur Einstellung in deren Infrastrukturatlas zum Stichtag 1.7. eines jeden Jahres zur Verfügung gestellt hat. In diesem Falle hat sich der Infrastrukturinhaber auch grundsätzlich bereit zu erklären, seine passive Infrastruktur anderen an einem möglichen späteren Auswahlverfahren teilnehmenden Netzbetreibern zur Verfügung zu stellen. Sofern im vorläufigen Erschließungsgebiet nach dem Stichtag 1.7. Infrastruktur erstellt wurde, ist diese der Gemeinde im Rahmen der Markterkundung mitzuteilen.

Die Ergebnisse der Markterkundung werden dokumentiert und auf der Internetseite der Gemeinde (mit Verlinkung auf dem zentralen Onlineportal www.schnelles-internet.bayern.de) veröffentlicht. Der Gemeinde mitgeteilte Infrastrukturdaten werden nicht veröffentlicht, sondern nur Bewerbern im Auswahlverfahren auf Anforderung mitgeteilt.

Es wird darauf hingewiesen, dass allfällige Informationen zum laufenden Verfahren (z.B. eine etwaige Fristverlängerung) in elektronischer Form auf der Gemeindehomepage bereitgestellt werden. Interessenten werden daher aufgefordert, die Gemeindehomepage regelmäßig zu überprüfen.

 

Karte der Erschließungsgebiete (pdf-Datei, 2 MB)

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[1] Alle im Rahmen der Markterkundung relevanten Fristen (Äußerungsfrist Markterkundung, ggf. Vorlage eines detaillierten Zeit- und Projektplans, Anlauf der Investitionen) beginnen, sobald die Markterkundung auf dem zentralen Onlineportal veröffentlicht wurde.

[2] Sofern im Erschließungsgebiet Ausbaumaßnahmen durch einen privaten Anbieter geplant sind, der Gemeinde jedoch nicht innerhalb der gesetzten Äußerungsfrist der Markterkundung mitgeteilt wurden, können diese für den Fortgang des Verfahrens unberücksichtigt bleiben.

[3]Ein „weißer NGA-Fleck“ liegt nach den Leitlinien der EU für die Anwendung der Vorschriften über staatliche Beihilfe im Zusammenhang mit dem schnellen Breitbandausbau (ABl C 2013 25/1) dann vor, wenn kein NGA-Netz vorhanden ist, d.h. wenn folgende Technologien nicht vorhanden sind: DOCSIS 3.0 oder höher, VDSL2 oder höher, FTTB/H Netze, hochleistungsfähige Funknetze, z.B. LTE. Wenn die mit NGA-Netzen assoziierten Mindestbandbreiten von 30 Mbit/s im Download und 2Mbit/s im Upload nicht erreicht werden, so liegt, ungeachtet von der im Einsatz befindlichen Technologie, ein „weißer NGA Fleck“ vor.


 

Energie-Vorträge Heimbuchenthal

Das Landratsamt Aschaffenburg                                                                              

 

Energie und Klimaschutz                                                                                            

Das Klimaschutzmanagement des Landkreises Aschaffenburg informiert:

Zwei Vorträge in Heimbuchenthal

Wärmepumpen und Photovoltaik sind die Themen der Energievorträge in Heimbuchenthal im Frühjahrsprogramm der vhs Kahlgrund-Spessart.

 

Wärmepumpen als Heizung - Prinzip und Einsatzmöglichkeiten

04.04.2019, 19:30 Uhr, VS Heimbuchenthal, Raum 42

Referent: Dipl. -Ing. (FH) Peter Bayer, Heizungsfachmann, Fachplaner Erneuerbare Energien und Energieberater - Albert Bayer GmbH, Johannesberg

Wärmepumpen funktionieren nach einem einfachen Prinzip. Sie entziehen der Umgebung Wärme und geben sie als Heizenergie an das Haus ab. Wärmequellen sind Luft, Erdreich und Grundwasser. Um die kostenlose Umweltwärme nutzbar zu machen, benötigen Wärmepumpen Strom für Antrieb und Pumpe. Je nach Wärmequelle unterscheiden sich Technik, Kosten und rechtliche

Vorschriften. Um einen möglichst wirtschaftlichen Betrieb einer Wärmepumpe zu sichern, kommt es auf das passende Heizsystem an. Von Vorteil sind Fußbodenheizung oder großflächige Heizkörper. Wann sich Wärmepumpen lohnen, welche Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten es gibt und ob eine Wärmepumpe auch zu Ihrem Zuhause passt, erklärt der Referent in seinem Vortrag.

 

Photovoltaik auf dem eigenen Dach

11.04.2019, 19:30 Uhr, VS Heimbuchenthal, Raum 42

Referent: Hubert Spielmann – Main-Spessart-Solar GmbH, Bessenbach

Solarmodule auf dem eigenen Dach erzeugen Strom, der direkt im Haushalt verbraucht wird und gespeichert werden kann. Der überschüssige Strom wird gegen Vergütung in das öffentliche Netz eingespeist. Der Ertrag einer PV-Anlage richtet sich nach Größe, Ausrichtung und Neigung des Daches. Schon ab einer freien Dachfläche von 15 m² kann sich eine Anlage lohnen, Anlagen mit 3 Kilowattpeak kosten ca. 5.000 €. Der Vortrag erklärt anhand von Beispielen, wie das mit dem Eigenverbrauch und der Einspeisung funktioniert, wie man den Eigenverbrauch optimiert und ab wann es sich lohnt, den überschüssigen Strom zu speichern.

Andreas Hoos, Klimaschutzmanager des Landkreises Aschaffenburg, stellt den Solarpotenzialkataster vor, ein Internet-Tool, mit dem man mit ein paar Klicks selbst prüfen kann, ob und wie gut sich das eigene Dach für Photovoltaik eignet, wie groß eine passende Anlage ist, was sie ungefähr kostet und wie schnell sie sich bezahlt gemacht hat.

 

Kostenfrei

Der Eintritt für beide Infoabende ist frei, um eine Anmeldung bei der vhs Kahlgrund-Spessart wird gebeten.

 

Anmeldung

vhs Kahlgrund-Spessart e.V.

Kirchstraße 3, 63776 Mömbris

Telefon: 06029-99 26 38 0

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Vortragsreihe zum Thema Energie ist ein Gemeinschaftsprojekt des Klimaschutzmanagers des Landkreises Aschaffenburg mit der vhs Kahlgrund-Spessart. Veranstaltungsorte sind Schöllkrippen, Mömbris und Heimbuchenthal. Die Vortragsreihe wird im Herbst 2019 mit aktuellen Themen zum energiebewussten Bauen und Wohnen fortgesetzt. Organisiert werden die Veranstaltungen vom Klimaschutzmanager des Landkreises Aschaffenburg.

 

Ansprechpartner

Andreas Hoos

Klimaschutzmanager Landkreis Aschaffenburg

Landratsamt Aschaffenburg

06021/394-313

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.klimaschutz-ab.de

 

Projekt Wald erFahren

Projekt Wald erFahren gewinnt Bayerischen Tourismuspreis 2019

Knapp zwei Jahre nachdem die ersten E-Bike-Ladestationen des Projekts Wald erFahren in den 25 Spessartkommunen aufgestellt wurden, konnten alle Beteiligten am vergangenen Freitag einen großen Erfolg feiern. Staatsminister Hubert Aiwanger, der Vorsitzende des ADAC Nordbayern e.V., Herbert Behlert, und die Geschäftsführerin der Bayern Tourismus Marketing GmbH, Barbara Radomski, gratulierten den vier Kommunalen Allianzen SpessartKraft, Südspessart, WEstSPEssart und Kahlgrund-Spessart sowie dem Tourismusverband Spessart-Mainland zum 1. Platz des ADAC Tourismuspreis Bayern 2019, der damit erstmals an ein unterfränkisches Projekt verliehen wurde (s. Foto).

Bereits seit 10 Jahren werden mit dem ADAC Tourismuspreis Bayern im Rahmen eines offenen Wettbewerbs innovative, auf Nachhaltigkeit angelegte touristische Projekte und Initiativen aus Bayern ausgezeichnet und dadurch der Tourismus in Bayern aktiv gefördert.

Das Projekt Wald erFahren wurde insbesondere für das einheitliche, flächendeckende Netz an E-Bike-Ladestationen und die hervorragende interkommunale Zusammenarbeit gelobt. Mit dem Projekt haben es unsere Kommunen geschafft, sich im Bereich Radtourismus deutschlandweit einen Namen zu machen. Dank der erfolgreichen Marketingkampagne mit dem Tourismusverband Spessart-Mainland soll es zukünftig gelingen, noch mehr Radfahrer/innen für den Spessart zu begeistern. Wegen des großartigen Erfolges wird die SpessartKraft, gemeinsam mit den anderen Kommunalen Allianzen, das Projekt 2019 noch weiter ausbauen. Zahlreiche Gemeinden und Städte aus den Landkreisen Aschaffenburg, Main-Spessart und Miltenberg werden sich dem Projekt anschließen, sodass das Ladestationen-Netz weiter wachsen wird.

Mit dem Gewinn des Tourismusverbandes stellt der ADAC eine weiterreichende öffentliche Aufmerksamkeit für das Projekt Wald erFahren in Aussicht. Zahlreiche Berichterstattungen in Fernsehen, Radio und (Fach-)Magazinen werden folgen. Zudem wird das Team Wald erFahren auf Bayerns größter Freizeit- und Reisemesse präsent sein und für die Region werben.

Den zweiten Platz des Wettbewerbs belegte der Baumwipfelpfad Steigerwald, während das Refugium Betzenstein für seine Bio-Design-Ferienwohnungen mit dem dritten Preis ausgezeichnet wurde. Der Sonderpreis Nachhaltigkeit ging an die MICE-Destination Regensburg mit dem neuen Veranstaltungs- und Tagungszentrum marinaforum Regensburg.

Weitere Informationen rund um das Projekt Wald erFahren: www.walderfahren.de